August 2026
Genau an diesem Punkt beginnt die Arbeit von Vermesserinnen und Vermessern. Sie erfassen die Gegebenheiten vor Ort und schaffen damit die Grundlage, auf der alle weiteren Planungsschritte aufbauen. In unserer Reihe „Was macht eigentlich ein …?“ stellen wir die Menschen und Berufe hinter unseren Projekten vor. Den Anfang macht Danny, der bei sthp im Bereich Vermessung arbeitet.
Zwischen Gelände und Büro
Ein großer Teil von Dannys Arbeit findet direkt im Projektgebiet statt. Mit moderner Messtechnik nimmt er Gelände, Bauwerke und bestehende Infrastruktur auf. Dabei geht es unter anderem um genaue Positionen, Abstände und Höhen.
Was draußen erfasst wird, wird anschließend im Büro geprüft, ausgewertet und für die weitere Planung aufbereitet. Aus den Messergebnissen entstehen digitale Plangrundlagen, mit denen die Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Fachbereichen weiterarbeiten können.
Gerade dieser Wechsel macht den Beruf abwechslungsreich. Vermesserinnen und Vermesser sind sowohl draußen unterwegs als auch am Computer tätig. Sie arbeiten mit moderner Technik, müssen räumlich denken können und gleichzeitig sehr genau sein. Denn schon kleine Abweichungen können sich später auf die Planung auswirken.
Die Vermessung begleitet dabei ganz unterschiedliche Projekte. Sie wird im Straßen- und Tiefbau ebenso benötigt wie im Hochbau oder bei der Planung von Freianlagen. Oft steht sie ganz am Anfang eines Projekts, bleibt aber auch während der Umsetzung wichtig. So können beispielsweise geplante Punkte oder Höhen wieder in das Gelände übertragen und Baufortschritte kontrolliert werden.
Vermessung oder Geodäsie?
Im Alltag ist meist vom Vermesser oder von der Vermesserin die Rede. Das Fachgebiet dahinter heißt Geodäsie. Es beschäftigt sich mit der Erfassung, Auswertung und Darstellung räumlicher Informationen.
Die Vermessung ist also ein wichtiger Teil der Geodäsie. Während viele dabei zunächst an Messgeräte auf Baustellen oder an Straßenrändern denken, umfasst der Beruf heute deutlich mehr. Digitale Geländemodelle, satellitengestützte Messungen und die Verarbeitung großer Datenmengen gehören längst zum Arbeitsalltag.
Vermesserinnen und Vermesser arbeiten häufig im Hintergrund. Trotzdem sind ihre Ergebnisse in nahezu jedem Planungs- und Bauprojekt zu finden. Sie sorgen dafür, dass die tatsächlichen Bedingungen vor Ort von Anfang an bekannt sind und in der Planung berücksichtigt werden können.
Oder anders gesagt: Bevor geplant und gebaut werden kann, muss erst einmal genau hingeschaut und nachgemessen werden.
Der Einstieg in den Beruf ist übrigens über eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Vermessung beziehungsweise Geodäsie möglich. Gefragt sind vor allem technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen und ein sorgfältiger Umgang mit Daten. Wer gerne draußen arbeitet, sich aber ebenso für digitale Anwendungen und technische Zusammenhänge interessiert, findet hier ein vielseitiges Berufsfeld. Und als Vermesser bei der sthp findet mit Danny einen tollen Kollegen!
Weitere Einblicke in Dannys Arbeitsalltag und in die verschiedenen Berufe hinter unseren Projekten gibt es auf unseren Social Media-Kanälen. Dort führen wir die Reihe „Was macht eigentlich ein …?“ fort und stellen regelmäßig Kolleginnen und Kollegen sowie ihre Aufgaben bei sthp vor.
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